baerenhorn



sonntag, 3.august 2003















safiental turrahus-baerenhorn
1300 hoehenmeter


samstag - wir haben die schlitten vom stall rausgeholt und sind in der groessten hitze am putzen und reparieren. anschliessend sitzen wir im schatten. es ist zum verrueckt werden, selbst das bier wird innert weniger minuten lauwarm. alle neun hunde liegen faul im zwinger. der ein oder andere sogar in der sonne. den hunden macht die hitze anscheinend weniger aus als uns mushern.
gegen abend machen wir feuer und legen uns jede menge fleisch auf den grill. irgendwie hat dann auch noch der gemuesewok platz und wir nebeln die ganze nachbarschaft ein. anschliessend beim essen sind wir wieder einmal ueberrascht wieviel nahrung so ein «hart durchtrainierter musherkoerper» unter einmal aufnehmen kann.

sonntag - 04.30 uhr. raus aus den federn. tee kochen, proviantdose fuellen, rein in die bergschuhe und auf gehts. wir verladen alle hunde in mein auto, stopfen die rucksaecke dazu,fahren nach versam und weiter ueber die traumhafte 25 km lange naturstasse ins safiental. jetzt sind alle wach. eine kurve nach der anderen und kein verkehr. vorbei am turrahus fahren wir bis zum staubecken und parken uns ein. ab hier ist fahrverbot.

schnell sind die hunde am klettergurt angeschnallt und schon gehen wir los. das erste stueck ist recht flach und unsere teams ziehen wie verrueckt. sie sind heute wieder einmal kaum zu bremsen. das tal liegt noch im schatten, aber die ersten sonnenstrahlen scheinen schon auf die hoechsten gipfel. vorbei am wasserfall gehen wir den weg richtung safierberg. auf dem halben weg zum pass zweigen wir vom weg ab und gehen ueber almwiesen weiter ins tal. jetzt geht es schoen bergauf. die hunde legen sich ins zuggeschirr und ziehen mit aller kraft. philpp und ich tapseln mit unseren vollgefressenen baeuchen hinterher. als ich um einen huegel herumkomme, sehe ich wie philipp von einer herde kuehe verfolgt wird. irgendwie zieht er die viecher an. ich lache. «lach nid so doof. dia viecha nervnd». schnell kommen wir immer weiter hinauf und sind schon bald im geroell unterwegs. die schieferplatten rutschen leicht ab. von einem kleineren gipfel steigen wir wieder ab und kommen zurueck auf den weg. nur noch gut hundert hoehenmeter und wir sind am baerenhorn auf 2929 meter.

beim aufstieg war es nicht allzu warm und hier heroben ist es wirklich angenehm. wir machen es uns gemuetlich und geniessen die grandiose aussicht. es ist wieder einmal ein wunderschoener tag. unter uns liegt ein kleiner see. «philipp was meinsch, waer doch no cool zum badn.» philipp schmunzelt. irgendwie laeuft ihm der warmduscher immer noch nach.
nach einer kurzen pause und einer kleinen staerkung schnallen wir die hunde am halsband an und steigen ueber die steilen haenge ab zur baerenluecke. es ist wirklich rutschig auf dem schiefer. wir geben uns alle muehe nicht abzurutschen. zwischendurch machen wir eine kurze pause. die hunde suchen sich schnell einen schattigen platz hinter einem stein. es wir schon recht warm. am pass machen wir den naechsten halt und ueberlegen ob wir den gegenhang hinauf sollen und dann weitergehen zum tomuelpass. philipp ist von der idee nicht sonderlich begeistert. ausserdem ist es auch wirklich schon zu heiss. wir beschliessen also ins tal abzusteigen um dann den bach nach draussen zu folgen.

wir kommen an einen kleinen sumpf mit wollgras. eigentlich wollten wir hier fotos von den hunden machen, aber schnell haben sich einige kuehe versammelt und bringen ein staendiges durcheinander in unsere teams. majatuk ist von den kuehen am wenigsten begeistert und versteckt sich hinter einem felsblock.
weiter gehts hinunter zum bach. hier sind noch vereinzelte schneefelder. das wasser ist richtig erfrischend. wir waschen uns den schweiss ab und sitzen mit den hunden am wasser. jetzt gehen wir den bach entlang weiter. teilweise im wasser, teilweise am rand. yukon, yuit, kiana und majatuk sind frei und springen um uns herum. nur langsam kommen wir vorwaerts. jeder schritt muss ueberlegt sein, sonst landet man unweigerlich im wasser. es macht richtig spass. auch die hunde haben ihre freude und geniessen das kalte wasser. nach zwei stunden im wasser kommen wir zum auto. sieben stunden waren wir unterwegs und sind jetzt irgendwie geschlaucht.
am heimweg machen wir noch im gasthaus rathaus halt. trinken kafe, essen eine gerstensuppe und machen uns gedanken wo es wohl naechstes wochenende hingeht.

gruss euer christian


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