alp staviala vedra



sonntag, 25. januar 2004














lumbrein - s.gion - alp staviala vedra
600 hoehenmeter


09.00 uhr. philipp faehrt wie immer, puenktlich vor. ich habe bereits den schlitten auf den dachtraeger befestigt und die hunde ins auto verladen. wir fahren ins lugnez. in der nacht hat es gut fuenf zentimeter geschneit. wir freuen uns schon auf den frischen schnee.

der winter hat fuer uns gut angefangen. es hat genug schnee und die wanderwege im lugnez sind traumhaft praepariert. wir waren schon einige male auf der alp sezner oder oberhalb triel. meistens am abend, aber auch am wochenende unter tags. die hunde haben jetzt schon einige kilometer und etliche hoehenmeter in den beinen. alle sind recht fit, bis auf yukon, dem das alter zu schaffen macht. aber auch er ist gut drauf nur einfach langsamer. senior nimmts gemuetlich.

im «valgronda» machen wir halt und trinken kafe. silvio wartet schon auf uns. er kommt heute mit und zeigt uns seine heimat. wir fahren weiter nach lumbrein und kurz nach lumbrein richten wir die schlitten. wir spannen die hunde vor und silvio erhaelt eine kurze einweisung. silvio steht heute zum ersten mal auf einem hundeschlitten.

der erste teil des weges ist gespurt. leicht gehts bergauf und mit pedalen helfen wir unseren dreiergespannen vorwaerts zu kommen. der wetterbericht hat starken schneefall gemeldet. uns scheint aber zeitweise die sonne ins gesicht und wir sind froh ueber den schoenen tag.

nach knapp zwanzig minuten ist fertig lustig. hier endet die spur. wir ziehen uns die schneeschuhe an und gehen im tiefschnee. nur langsam kommen wir weiter. fuer die hunde ist der tiefe schnee recht muehsam. sie versinken regelrecht. ich loese meine leine zu den hunden und gehe voraus. mit den schneeschuhen ziehe ich eine spur. philipp und silvio folgen mit den hunden der spur. mein gespann geht zum schluss der karawane. nach der ersten kehre wechseln wir. jetzt spurt philipp. mir kommt vor es geht noch langsamer weiter, was ich ihm auch gleich mitteile. philipp ist ueber meine doofen sprueche nicht sonderlich begeistert, beschimpft mich, steckt den kopf nach unten und keucht weiter. silvio unterstuetzt ihn auch noch. daraufhin verhalte ich mich wieder ruhig.

irgendwann geht dem junior die luft endgueltig aus. ich hab ihn noch nie so schwitzen gesehen und wir waren wirklich schon auf vielen touren gemeinsam unterwegs. das wasser laeuft ihm in baechen uebers gesicht. ich habe erbarmen und wir wechseln wieder. der schnee wird tiefer und das spuren wird immer strenger. kurz vor der alp gehe ich ein. fertig. ich hab eiskalte finger und bin richtig ausgelaugt. die letzten meter schaffe ich hinter den hunden auf die alp. 2 stunden und 20 minuten haben wir fuer die 600 hoehenmeter gebraucht. fast eine ewigkeit.

die pause haben wir uns alle verdient. wir ziehen uns um und essen eine kleinigkeit. der hunger ist bei den hunden groesser als bei uns. silvio hat wirklich muehe all die hundenasen von seinem kaese fernzuhalten. schon bald machen wir uns auf den weg ins tal. irgendwie wird es ungemuetlich und kalt.

yukon sitzt auf dem schlitten und beobachtet voellig entspannt wie die jungen sich abrakern. bergab gehts fuer ihn einfach zu schnell.
aber auch fuer die jungen ist es in der frischen spur anstrengend zu laufen.

im «valgronda» sitzen wir gemuetlich bei chianti und weissbier und kommen schoen langsam wieder zu kraeften. nach einer megaportion kaesefondue mit speck sind wir wieder voll fit.
danke silvio, war wirklich ein cooler tag mit dir.

gruss euer christian


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